Wie trinken Sie ihren Tee?

Tee ist bis heute ein bedeutendes Stück Kulturgeschichte und in vielen Teilen der Erde fest eingebunden in das tägliche Leben. Mit Teezeremonien, bekannt aus dem ostasiatischen Raum wird die Wertschätzung für Tee deutlich. In Japan dienen schlicht eingerichteten Teehäuser der Teezeremonie, einer besonderen Ausdrucksform japanischer Kultur. Das typische japanische Teehaus umgibt ein kleiner japanischer Garten, oft mit einem Wasserbecken und ist wichtiger Bestandteil der Teezeremonie. In der chinesischen Teekultur hingegen mussten viele traditionelle Teehäuser durch politische Einflüsse schließen, wobei innerhalb der Familien die Tradition des Teetrinkens von Generation zu Generation aufrechterhalten wird. Auch in Europa, vor allem in Großbritannien, finden wir diese Tradition wieder und nicht umsonst ist der englische Begriff “Tea-Time“ heute jedem verständlich. In Deutschland bildete sich nur in Ostfriesland eine eigene Teekultur. Die “Engländer“ unter den deutschen Teetrinkern genießen drinnen eine heiße Tasse Tee mit Kandiszucker und einem Schuss Rahm – “een Kopje mit 'n Kluntje un Room drin“, während draußen die kalte See tobt. Grundlage des Ostfriesischen Tees sind die Sorten Darjeeling und Ceylon.

Der Tee und die Länder

In Russland trinkt man seinen Tee gerne stark und süß d.h. man bevorzugt einen stark aufgebrühten schwarzen Tee und der besondere Genuss: den Tee, schlürfen, während man gleichzeitig einen Löffel süßer Marmelade im Mund zergehen lässt. Während man Tee in China und Japan aus Trinkschalen genießt, der Engländer in edler Teetasse trinken die Russen und auch die Türken das Heißgetränk aus Gläsern. In der Türkei sind die Teestuben den Männern vorbehalten und es gibt einen starken schwarzen Tee mit viel Zucker und dazu das Gebäck Bakhlawa. Außerhalb Asiens ist Marokko das Land mit dem höchsten Grüntee-Verbrauch.

Pfefferminztee

Der Thé à la Menthe, der Pfefferminztee, wird mit viel Zucker zubereitet und in hohem Bogen in hohe Gläser gegossen. Auch in Irland trinkt man Tee: Die feineren Sorten waren für die armen Iren anfangs unerschwinglich, also begnügte man sich mit den derb schmeckenden Low Growns, die man mit Sahne und Zucker aufwertete. Ein Treffpunkt wurden die öffentlichen Teehäuser, die bald in allen größeren und kleineren Städten Irlands entstanden und Mitte des 19. Jahrhunderts formierten sich dort die Intellektuellen, womit die Ansprüche an die Qualität des Tees stiegen. Der klassisch malzig-würzige Irish-Blend wurde zu dieser Zeit geboren und seine wesentlichen Bestandteile sind Assam, Ceylon und afrikanischer Hochlandtee. Irish Blend hat im Vergleich zu englischen Blends mehr Rassigkeit und Würze, deshalb sollte man ihn immer mit Sahne genießen oder ihn nur kurz ziehen lassen. Jede Kultur trinkt ihren Tee anders und hat unterschiedliche Vorlieben, was den Geschmack betrifft, aber dadurch dass die Auswahl in den Regalen so vielfältig ist, findet wohl jeder was ihm schmeckt.

Wenn Sie Ihren Tee wie in anderen Ländern und Kulturen genißen möchten, schauen Sie doch mal beim Tee-Versandhandel vorbei. In dem Onlineshop finden Sie neben moderen Teezubehör auch traditionelles Teezubehör.

 
 
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